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Medizinische Versorgung
Keywords: Social Inclusion, Health Care
Undokumentierte Migrant/inn/en in Europa stehen erheblichen Hidnernissen im Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen gegenüber. Eine Verschlechterung ihres physischen und mentalen Gesundheitszustandes ist oft auf geringe Zugangsmöglichkeiten zu Gesundheitsdienstleistungen und auf die ständige Angst, entdeckt und ausgewiesen zu werden, zurückzuführen.
Obwohl zahlreiche internationale Instrumente im Bereich der Menschenrechte durch die EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert wurden, die das Recht jedes Individuums auf Gesundheitsversorgung (unabhängig vom administrativen Status einer Person) als Menschenrecht bezeichnen, weichen die Gesetze und Praktiken in vielen europäischen Staaten von diesen Verpflichtungen ab. Es ist eine Tatsache, dass ein hoher Anteil undokumentierter Migrant/inn/en keinen Zugang zu keiner Form von Gesundheitsversorgung haben, obwohl sie einen Anspruch darauf haben.
PICUMs Aktion mit Bezug auf das Recht auf Gesundheit für undokumentierte Migrant/inn/en
Das erste Ziel von PICUM ist die Förderung des Respekts für soziale Grundrechte von undokumentierten Migrant/inn/en. Eines dieser Rechte ist das Recht auf Gesundheitsversorgung – ein fundamentales Menschenrecht, das entscheidend für die Realisierung anderer Rechte ist. PICUM hat zwei größere europäische Projekte im Bereich des Zugangs von undokumentierten Migrant/inn/en zur Gesundheitsversorgung geleitet und ist in mehreren fortlaufenden Initiativen involviert.
Zugang zur Gesundheitsversorgung für Undokumentierte Migrant/inn/en in der Europäischen Union
PICUMs Projekt “Zugang zur Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migrant/inn/en“ wurde durch die Europäische Kommission (GD Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit ) im Rahmen des Aktionsprogrammes der Gemeinschaft zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung 2002-2006 mitfinanziert.
Das im Jahr 2007 abgeschlossene zwei-jährige Projekt zielte auf die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migrant/inn/en durch Entwicklung und Förderung eines Berichterstattungssystems über die Situation des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migrant/inn/en in 11 EU-Mitgliedsstaaten ab. PICUMs Untersuchungen verliehen den Ausgrenzungsproblemen, mit denen undokumentierte Migrant/inn/en konfrontiert werden, und die aus ihrem unzureichenden Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen hervorgeht, besondere Sichtbarkeit.
Dieses Projekt versuchte ferner das Engagement von lokalen und regionalen Akteuren in Anti-Armutsprozessen einzubinden und die Aufmerksamkeit von Entscheidungsträgern auf die Notwendigkeit einer Sozialen Eingliederungsstrategie, die einer der sozial am meisten ausgeschlossen Gruppen in Europa mit einbezieht, zu richten - undokumentierte Migrant/inn/en.
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Picums Bericht ist hier verfügbar.
Gesundheitsversorgung in Deutschland, Belgien, Niederland und Grossbritannien
Im März 2001 hat PICUM ein internationales Expertenseminar über die Problematik der Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migrant/inn/en gehalten. Das unmittelbare Ziel des Seminars war es Erfahrungen und Sichtweisen von medizinischen Fachexperten, die in Deutschland, Belgien , Niederlande und Grossbritannien mit undokumentierten Migrant/inn/en arbeiten, auszutauschen.
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Weitere Initiativen
Als einer der führenden Experten im Themenbereich der Zugangs zu Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migrant/inn/en in Europa wird PICUM weiterhin aktiv in diesem Bereich durch Interessenvertretung und Bewusstseinsförderung tätig sein. Um die Zusammenarbeit mit anderen im Bereich der Gesundheitsversorgung für undokumentierte Migrant/inn/en tätigen Akteure, Fachkräfte und Entscheidungsträger zu fördern, ist PICUM zur Zeit als NGO Partner in folgenden Projekten und Initiativen involviert:








